Laut Beschreibung handelt es sich bei diesem Werk um eine „schwarzhumorige Gesellschaftssatire über First-World-Problems und Streben nach Perfektion…“. Oder anders zusammengefasst: Vier Frauen fahren für ein Wochenende nach Dänemark, um Familie, Beruf und Alltag zu entfliehen und um zu stricken. Dabei erzählen sie sich von ihren tiefgreifenden Sorgen und kommen auf die Idee, dass nur sie selbst sich effektiv und clever zu helfen wissen.
Was für eine Geschichte! Denn das, was ich hier erlebt habe, ist wahrhaftig Zauberkunst: ein Feuerwerk an Humor, Ironie, Sarkasmus, Wortgewandtheit, Cleverness, Spitzfindigkeiten, Subtilem und noch so vielem, was ich nicht in Worte fassen kann; eine nie enden wollende Welle an Wort- und Satzkreationen, die mich total umgehauen haben; eine Wundertüte an Kreativität, was man mit vier „Sorglos-Ladies“ und deren Luxusproblemen an unglaublich fantastischer Geschichte raushauen kann.
Ich bin wirklich geflasht, denn so viel Wortwitz, gleichbleibend, auf sehr hohem Niveau und wirklich zu keinem Moment abflachend, ist mir, glaube ich, noch nicht begegnet. Und das von der ersten bis zur letzten Seite. So Sätze wie „Gesa könnte sogar einer toten Fliege den Vorwurf machen, dass sie unsauber gestorben ist“ feiere ich. Denn in mir regt das meine übersprudelnde Denkfabrik an, die mir sofort tausend Bilder in den Kopf haut und mich auf eine eigene, kreative Gedankenwelle schickt.
Ein banaler Buchtitel, hinter dem sich eine oskarreife Story versteckt: herrlich erfrischend und hollywoodlike erzählt.
Somit ein Buch, das man gelesen haben muss! Vor allem in der heutigen Zeit, in der die menschliche Kreativität so sehr kaputtgebastelt wird.



